Alltagsbegleiter:in

Die GEFÄHRTEN

Was macht man in
diesem Beruf?

Als Alltagsbegleiter:in arbeitest du meistens in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. In einzelnen Fällen kannst du auch in (zumeist konfessionellen) Alten- und Pflegeheimen mit Hausgemeinschaftsmodell) beschäftigt sein. 

 

Du unterstützt Menschen dabei, ihren Alltag gut zu bewältigen und aktiv zu gestalten. Zum Beispiel begleitest du bei Spaziergängen oder Terminen, hilfst bei einfachen Dingen im Alltag, leistest Gesellschaft und unterstützt das Betreuungsteam. Wichtig: Du bist für das Alltägliche und Soziale da – nicht für medizinische oder pflegerische Aufgaben.

Welche Fähigkeiten
brauchst du?

Die Alltagsbegleitung passt gut zur dir, wenn du gerne mit Menschen arbeitest und einfühlsam bist, Geduld hast und Ruhe ausstrahlst und gut im Team arbeiten kannst. Die Ausbildung ist ein leichter Einstieg in den Sozialbereich, ideal für Personen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr planen, Zivildiener, Wiedereinsteiger:innen, und Menschen, die sich beruflich neu orientieren möchten.

Wie lange dauert
die Ausbildung?

Die Ausbildung ist kompakt und umfasst 162 Unterrichtseinheiten sowie 80 Stunden Praktikum.

Bei 2 Schultagen pro Woche kannst du sie in der Regel in rund 4 Monaten abschließen.

Deine Rolle
im Team?

Als Alltagsbegleiter:in machst du keine selbstständigen Pflegetätigkeiten. Du unterstützt im Alltag und arbeitest eng mit Fachkräften zusammen. In der Regel bist du nicht alleine mit den betreuten Personen, sondern im Team eingebunden.

Wie viel verdienst
du?

Das Einstiegsgehalt für Alltagsbegleiter:innen beginnt bei 2.399 Euro brutto.

Welche Karrierewege
stehen dir offen?

Nach der Ausbildung kannst du dich weiterentwickeln – zum Beispiel zur/zum Heimhelfer:in.

In Oberösterreich wird die Ausbildung Alltagsbegleitung für die Heimhilfeausbildung voll angerechnet.

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FAQ

Such dir eine Schule/einen Lehrgang aus (siehe unten) und melde dich dort an. Auf der Website der Ausbildungsstätte findest du den genauen Aufnahmeprozess und welche Unterlagen du brauchst. Klär mit deinem/deiner AMS-Berater:in, welche Förderungen für dich möglich sind (z.B. das AMS-Pflegestipendium). Wir empfehlen dir, dich in einem Alten- und Pflegeheim zu einem Schnuppertag anzumelden. Manche Ausbildungsstätten verlangen das. Vor allem hilft es dir: Du weißt danach viel besser, ob der Beruf wirklich zu dir passt.

Auf unserer Website findest du bei den jeweiligen Berufsbildern die Ausbildungsstätten – und (wenn vorhanden) auch die nächsten Termine für Informationsveranstaltungen. Wenn keine Termine stehen: Melde dich bei unserem Beratungs-Team – wir sagen dir, wo du als Nächstes hinkannst: 0732 770707.

Manchmal passt es (noch) nicht – zum Beispiel wegen fehlenden Deutschkenntnissen, fehlenden Unterlagen oder Terminen. Du kannst die Zeit sinnvoll nutzen:

  • Freiwilliges Sozialjahr (FSJ): Du sammelst Praxis im Pflegeheim, bekommst Taschengeld und lernst in Begleitseminaren auch Theorie. Wenn du mindestens 10 Monate durchgehend machst, kann das als Zivildienstersatz anerkannt werden.
  • Zivildienst: Wenn du mindestens 10 Monate durchgehend machst, kann das als Zivildienstersatz anerkannt werden.
  • Quereinstieg als Stützkraft. Wenn das bei dir passt, kannst du über unterstützende Tätigkeiten in den Bereich starten. Alle Infos findest du hier.
  • Vorbereitungslehrgänge der Schulen für Sozialbetreuungsberufe: Für alle, die Deutsch trainieren und sich orientieren wollen. Mit dem Abschluss kannst du ohne Aufnahmeprüfung direkt in eine Ausbildung im Sozial- oder Pflegebereich starten.
  • Vorbereitung via AMS-Maßnahme: Das AMS kann Kurse fördern, z.B. fachsprachliches Deutsch und Vorbereitung auf Pflegeberufe. Dazu gehören z.B. das Programm „migrants care“ (Infos hier) oder die BFI-Fachwerkstätte.

In der Theorie sind diese Inhalte vorgesehen:

  • Leitlinien der Sozialbetreuung
  • Kommunikation, Konfliktbewältigung und Beziehungsarbeit
  • Alltagsgestaltung, Haushaltsführung und -organisation.
  • Rechtliche Grundlagen
  • Dokumentation und Informationsweitergabe
  • Erste Hilfe Grundkurs
  • Grundzüge der Gesundheitslehre und Gesundheitsprävention

Die Ausbildung ist kostenlos und wird durch das Land Oberösterreich finanziert. 

Das kommt auf den Einzelfall an. Rückforderungen gibt es vor allem dann, wenn Leistungen zu Unrecht bezogen wurden – etwa durch falsche Angaben oder weil sich wichtige Voraussetzungen ändern und das nicht gemeldet wird. Deshalb: Bitte nimm vor einem Abbruch unbedingt Kontakt mit dem AMS auf und klär, wie du korrekt vorgehst.

Das hängt davon ab, ob du eine entsprechende Rückzahlungsvereinbarung mit deinem Dienstgeber abgeschlossen hast. Stimme dich jedenfalls mit deinem Dienstgeber ab.

  • persönliche Eignung (Gesamteindruck, bisheriger Ausbildungserfolg, soziale Handlungskompetenz)
  • gesundheitliche Eignung (physische und psychische Fähigkeit)
  • Vertrauenswürdigkeit (strafrechtliche Unbescholtenheit)
  • Beherrschung der deutschen Sprache in einem für die Ausbildung und die spätere Berufsausübung erforderlichen Ausmaß
  • Manche Ausbildungsstätten setzen die Vollendung des 16. Lebensjahres voraus.

Die Berufsausübung setzt in OÖ die Vollendung des 16. Lebensjahres voraus. 

Ja. Alltagsbegleiter:innen müssen alle zwei Jahre 16 Stunden Fortbildung absolvieren.

Der Unterschied liegt vor allem in Ausbildung und Einsatzbereich: Die Heimhilfe-Ausbildung ist umfangreicher (rund 400 Stunden). Heimhelfer:innen arbeiten häufig in der Altenpflege und unterstützen dort im Alltag. Die Ausbildung zur Alltagsbegleitung ist kürzer (rund 240 Stunden). Alltagsbegleiter:innen arbeiten in Oberösterreich meist mit Menschen mit Behinderungen (z.B. in Einrichtungen nach dem OÖ. Chancengleichheitsgesetz).

Ja, in einzelnen Fällen. Das ist vor allem in Alten- und Pflegeheimen möglich, die nach dem Hausgemeinschaftsmodell arbeiten. Meistens sind das Heime, die von konfessionellen Trägern wie dem Diakoniewerk oder FraDomo geführt werden. Dort helfen Alltagsbegleiter:innen zum Beispiel beim Kochen mit den Bewohner:innen, leisten Gesellschaft und begleiten im Alltag. Pflegeaufgaben übernehmen sie dabei nicht.

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Wir sind für dich da – mit Tipps, Antworten und Unterstützung. Damit du genau weißt, welche Möglichkeiten auf dich warten und wie du in die Altenpflege starten kannst. Die Beratung ist natürlich kostenlos. Gleich anrufen, online Termin buchen oder persönlichen Beratungstermin vereinbaren!

 

Unsere Beratungszeiten:
Mo, Do:       8:00 – 18:00 Uhr
Di:                8:00 – 16:00 Uhr
Mi, Fr:          8:00 – 12:00 Uhr

 

 

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