Fachsozialbetreuung Altenarbeit (FSBA)

Die starke schulter in der Altenpflege

Was macht man in
diesem Beruf?

Du machst mehr als Pflege – du begleitest ältere Menschen auch im seelischen und sozialen Bereich. Im ersten Jahr deiner Ausbildung wirst du zur Pflegeassistent:in ausgebildet, im zweiten Jahr vertiefst du dich in sozialbetreuerischen Themen. Du pflegst, gestaltest den Alltag aktiv mit, planst Gruppenangebote, führst Gespräche, förderst Selbstständigkeit – und bist Vertrauensperson in emotionalen Lebensphasen. 

Welche Fähigkeiten
brauchst du?

Empathie, Organisationstalent und Kommunikationsstärke zeichnen dich aus. Du arbeitest praxisnah, sorgfältig und bist sozial engagiert.

Wie lange dauert
die Ausbildung?

Die Ausbildung dauert zwei Jahre und erfolgt an Fachschulen für Sozialberufe. Im ersten Jahr absolvierst du die Ausbildung zur Pflegeassistenz, im zweiten Jahr lernst du wichtige sozialbetreuerische Kompetenzen. 

Deine Rolle
im Team?

Im Vergleich zur Diplomierten Gesundheits- und Krankenpflege und der Pflegefachassistenz übernimmst du weniger medizinische Verantwortung, dafür mehr soziale Begleitung und Betreuung. Du bist z.B. zuständig für psychosoziale Begleitung und die Durchführung von Gedächtnistrainings und Beschäftigungstherapie. Im Unterschied zur Pflegeassistenz  bist du zudem sozialbetreuerisch ausgebildet und kannst auch komplexere Betreuungsaufgaben übernehmen.

Wie viel verdienst
du?

Das Einstiegsgehalt liegt bei etwa 3.080,00 € brutto monatlich (Berechnungsbasis 39 Wochenstunden). Mit Erfahrung und Weiterbildungen kannst du dein Einkommen steigern.

Welche Karrierewege
stehen dir offen?

Auch hier gilt: Weiterbildung bringt Aufstiegschancen – zum Beispiel zur Pflegefachassistenz oder der Diplomierten Gesundheits- und Krankenpflege. Du kannst dich auch spezialisieren – zum Beispiel in der Demenzbegleitung.

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FAQ

Such dir eine Schule/einen Lehrgang aus (siehe unten) und melde dich dort an. Auf der Website der Ausbildungsstätte findest du den genauen Aufnahmeprozess und welche Unterlagen du brauchst. Klär mit deinem/deiner AMS-Berater:in, welche Förderungen für dich möglich sind (z.B. das AMS-Pflegestipendium). Wir empfehlen dir, dich in einem Alten- und Pflegeheim zu einem Schnuppertag anzumelden. Manche Ausbildungsstätten verlangen das. Vor allem hilft es dir: Du weißt danach viel besser, ob der Beruf wirklich zu dir passt.

Auf unserer Website findest du bei den jeweiligen Berufsbildern die Ausbildungsstätten – und (wenn vorhanden) auch die nächsten Termine für Informationsveranstaltungen. Wenn keine Termine stehen: Melde dich bei unserem Beratungs-Team – wir sagen dir, wo du als Nächstes hinkannst: 0732 770707.

Wenn du gerade in einem Dienstverhältnis bist, sprich zuerst mit deinen Vorgesetzten über dein Ziel und welche Form der Höherqualifizierung in deiner Einrichtung möglich ist. Frage konkret nach den Möglichkeiten einer innerbetrieblichen Höherqualifizierung (z.B. Karenzierung mit Pflegestipendium des AMS). Das AMS-Pflegestipendium kann relevant sein, wenn du für die Ausbildung karenziert wirst – die Förderung ist grundsätzlich für Personen gedacht, die arbeitslos oder karenziert sind und eine Pflegeausbildung machen.

 

Wenn du derzeit arbeitssuchend bist, wende dich an deine AMS-Beratung. Dort wird geprüft, ob für dich eine Finanzierung über das Pflegestipendium oder über ein Stiftungsmodell (arbeitsplatznah, mit Praxis) in Frage kommt.

Manchmal passt es (noch) nicht – zum Beispiel wegen fehlenden Deutschkenntnissen, fehlenden Unterlagen oder Terminen. Du kannst die Zeit sinnvoll nutzen:

  • Freiwilliges Sozialjahr (FSJ): Du sammelst Praxis im Pflegeheim, bekommst Taschengeld und lernst in Begleitseminaren auch Theorie. Wenn du mindestens 10 Monate durchgehend machst, kann das als Zivildienstersatz anerkannt werden.
  • Zivildienst: Wenn du mindestens 10 Monate durchgehend machst, kann das als Zivildienstersatz anerkannt werden.
  • Quereinstieg als Stützkraft. Wenn das bei dir passt, kannst du über unterstützende Tätigkeiten in den Bereich starten. Alle Infos findest du hier.
  • Vorbereitungslehrgänge der Schulen für Sozialbetreuungsberufe: Für alle, die Deutsch trainieren und sich orientieren wollen. Mit dem Abschluss kannst du ohne Aufnahmeprüfung direkt in eine Ausbildung im Sozial- oder Pflegebereich starten.
  • Vorbereitung via AMS-Maßnahme: Das AMS kann Kurse fördern, z.B. fachsprachliches Deutsch und Vorbereitung auf Pflegeberufe. Dazu gehören z.B. das Programm „migrants care“ (Infos hier) oder die BFI-Fachwerkstätte.

Das kommt auf den Einzelfall an. Rückforderungen gibt es vor allem dann, wenn Leistungen zu Unrecht bezogen wurden – etwa durch falsche Angaben oder weil sich wichtige Voraussetzungen ändern und das nicht gemeldet wird. Deshalb: Bitte nimm vor einem Abbruch unbedingt Kontakt mit dem AMS auf und klär, wie du korrekt vorgehst.

Das hängt davon ab, ob du eine entsprechende Rückzahlungsvereinbarung mit deinem Dienstgeber abgeschlossen hast. Stimme dich jedenfalls mit deinem Dienstgeber ab.

Du lernst unter anderem:

  • Schwerpunktspezifische Sozialbetreuung
  • Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitung
  • Persönlichkeitsbildung, Sozialbetreuung allgemein, Humanwissenschaftliche Grundbildung,
  • Grundsätze der professionellen Pflege
  • Pflegeprozess
  • Beziehungsgestaltung und Kommunikation
  • Grundzüge und Prinzipien der Akut- und Langzeitpflege einschließlich Pflegetechnik
  • Grundzüge medizinischer Diagnostik und Therapie in der Akut- und Langzeitversorgung einschließlich medizinischer Pflegetechnik
  • Kooperation, Koordination und Organisation
  • Entwicklung und Sicherung von Qualität
  • Lernbereich Training und Transfer

 

  • Mindestalter 17 Jahre

  • Erfolgreiche Absolvierung der 9. Schulstufe oder die Pflichtschulabschluss-Prüfung gemäß Pflichtschulabschluss-Prüfungs-Gesetz (lt. GUKG)

  • Nachweis der gesundheitlichen Eignung und Vertrauenswürdigkeit

  • Umfassender Impfschutz

  • 40-stündiges Schnupperpraktikum

  • Ausreichend Deutschkenntnisse

  • Positives Aufnahmeverfahren

  • umfassende Begleitung, Unterstützung und Betreuung der Menschen im Alter
  • Durchführung von Einzel- und Gruppenaktivitäten (z.B. Gedächtnistraining, Biografiearbeit)
  • Betreuung bei Demenz oder Vereinsamung
  • Begleitung von Sterbenden und deren Angehörigen
  • Grundpflege auf Basis der Pflegeassistenz-Ausbildung

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Wir sind für dich da – mit Tipps, Antworten und Unterstützung. Damit du genau weißt, welche Möglichkeiten auf dich warten und wie du in die Altenpflege starten kannst. Die Beratung ist natürlich kostenlos. Gleich anrufen, online Termin buchen oder persönlichen Beratungstermin vereinbaren!

 

Unsere Beratungszeiten:
Mo, Do:       8:00 – 18:00 Uhr
Di:                8:00 – 16:00 Uhr
Mi, Fr:          8:00 – 12:00 Uhr

 

 

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