Heimhilfe

Die wichtige Vertrauensperson im Alltag

Was macht man in
diesem Beruf?

Als Heimhilfe bist du dort, wo Menschen Unterstützung bei Alltagsaktivitäten brauchen – ohne medizinische Verantwortung. In den Alten- und Pflegeheimen hilfst du bei der Körperpflege, im Bereich der mobilen Dienste außerdem bei Alltagstätigkeiten und Besorgungen. Du bringst Struktur, Freundlichkeit und Verlässlichkeit in den Tag und bist oft die erste Vertrauensperson im Alltag älterer Menschen. 

Welche Fähigkeiten
brauchst du?

Du bist zuverlässig, hilfsbereit und freundlich. Körperliche Fitness, Geduld und ein offenes Herz für ältere Menschen sind unverzichtbar. Wichtig ist auch, dass du gut im Team arbeiten kannst.

Wie lange dauert
die Ausbildung?

Die Ausbildung zur Heimhilfe dauert in der Regel sechs Monate, kann aber auch bis zu einem Jahr dauern (z.B. als berufsbegleitende Ausbildung). Sie umfasst praktische Schulungen und Training direkt in Einrichtungen oder bei mobilen Diensten. 

Deine Rolle
im Team?

Du übernimmst keine medizinisch-pflegerischen Aufgaben wie das Verabreichen von Medikamenten oder Wundversorgung. Deine Hauptaufgabe liegt in der Unterstützung bei Grundbedürfnissen und im Haushalt. Du bist die unverzichtbare Kraft, die den Pflegefachkräften den Rücken freihält – damit diese sich auf die medizinischen Aufgaben konzentrieren können.

Wie viel verdienst
du?

Das Einstiegsgehalt liegt meist bei 2.680,00 € brutto im Monat (Berechnungsbasis 40 Wochenstunden). Mit Erfahrung und Zusatzqualifikationen steigt das Einkommen an.

Welche Karrierewege
stehen dir offen?

Du kannst dich weiterbilden – etwa zur Pflegeassistenz oder zur Fachsozialbetreuer:in mit Schwerpunkt Altenarbeit.

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FAQ

Such dir eine Schule/einen Lehrgang aus (siehe unten) und melde dich dort an. Auf der Website der Ausbildungsstätte findest du den genauen Aufnahmeprozess und welche Unterlagen du brauchst. Klär mit deinem/deiner AMS-Berater:in, welche Förderungen für dich möglich sind (z.B. das AMS-Pflegestipendium). Wir empfehlen dir, dich in einem Alten- und Pflegeheim zu einem Schnuppertag anzumelden. Manche Ausbildungsstätten verlangen das. Vor allem hilft es dir: Du weißt danach viel besser, ob der Beruf wirklich zu dir passt.

Auf unserer Website findest du bei den jeweiligen Berufsbildern die Ausbildungsstätten – und (wenn vorhanden) auch die nächsten Termine für Informationsveranstaltungen. Wenn keine Termine stehen: Melde dich bei unserem Beratungs-Team – wir sagen dir, wo du als Nächstes hinkannst: 0732 770707.

Wenn du gerade in einem Dienstverhältnis bist, sprich zuerst mit deinen Vorgesetzten über dein Ziel und welche Form der Höherqualifizierung in deiner Einrichtung möglich ist. Frage konkret nach den Möglichkeiten einer innerbetrieblichen Höherqualifizierung (z.B. Karenzierung mit Pflegestipendium des AMS). Das AMS-Pflegestipendium kann relevant sein, wenn du für die Ausbildung karenziert wirst – die Förderung ist grundsätzlich für Personen gedacht, die arbeitslos oder karenziert sind und eine Pflegeausbildung machen.

 

Wenn du derzeit arbeitssuchend bist, wende dich an deine AMS-Beratung. Dort wird geprüft, ob für dich eine Finanzierung über das Pflegestipendium oder über ein Stiftungsmodell (arbeitsplatznah, mit Praxis) in Frage kommt.

Manchmal passt es (noch) nicht – zum Beispiel wegen fehlenden Deutschkenntnissen, fehlenden Unterlagen oder Terminen. Du kannst die Zeit sinnvoll nutzen:

  • Freiwilliges Sozialjahr (FSJ): Du sammelst Praxis im Pflegeheim, bekommst Taschengeld und lernst in Begleitseminaren auch Theorie. Wenn du mindestens 10 Monate durchgehend machst, kann das als Zivildienstersatz anerkannt werden.
  • Zivildienst: Wenn du mindestens 10 Monate durchgehend machst, kann das als Zivildienstersatz anerkannt werden.
  • Quereinstieg als Stützkraft. Wenn das bei dir passt, kannst du über unterstützende Tätigkeiten in den Bereich starten. Alle Infos findest du hier.
  • Vorbereitungslehrgänge der Schulen für Sozialbetreuungsberufe: Für alle, die Deutsch trainieren und sich orientieren wollen. Mit dem Abschluss kannst du ohne Aufnahmeprüfung direkt in eine Ausbildung im Sozial- oder Pflegebereich starten.
  • Vorbereitung via AMS-Maßnahme: Das AMS kann Kurse fördern, z.B. fachsprachliches Deutsch und Vorbereitung auf Pflegeberufe. Dazu gehören z.B. das Programm „migrants care“ (Infos hier) oder die BFI-Fachwerkstätte.

Das kommt auf den Einzelfall an. Rückforderungen gibt es vor allem dann, wenn Leistungen zu Unrecht bezogen wurden – etwa durch falsche Angaben oder weil sich wichtige Voraussetzungen ändern und das nicht gemeldet wird. Deshalb: Bitte nimm vor einem Abbruch unbedingt Kontakt mit dem AMS auf und klär, wie du korrekt vorgehst.

Das hängt davon ab, ob du eine entsprechende Rückzahlungsvereinbarung mit deinem Dienstgeber abgeschlossen hast. Stimme dich jedenfalls mit deinem Dienstgeber ab.

Du lernst unter anderem:

  • Erste Hilfe
  • Ethik und Berufskunde
  • Haushaltsführung, Ernährungslehre und Diätkunde
  • Kommunikation und Konfliktbewältigung
  • Wissenschaft vom Altern (Gerontologie)
  • Dokumentation
  • Grundzüge der angewandten Hygiene
  • Grundzüge der Mobilisation
  • Gestaltung einer gesundheitsfördernden Arbeitssituation (z.B. Heben, Lagern, Sitzen)
  • Arzneimittellehre
  • Gesundheits- und Krankenpflege

 

 

  • Vollendung des 18. Lebensjahres (bei Arbeitsbeginn)
  • Nachweis über gesundheitliche Eignung und Vertrauenswürdigkeit
  • Polizeiliches Führungszeugnis
  • Ausreichende Deutschkenntnisse
  • Positives Aufnahmeverfahren
  • Unterstützung bei der Körperpflege
  • Vitalzeichenkontrolle (z. B. Blutdruck, Temperatur)
  • Gespräche, Zuhören, Struktur im Alltag geben
  • Haushaltstätigkeiten (Kochen, Wäsche, Reinigung)
  • Keine medizinische Pflege – aber viel menschliche Nähe

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Wir sind für dich da – mit Tipps, Antworten und Unterstützung. Damit du genau weißt, welche Möglichkeiten auf dich warten und wie du in die Altenpflege starten kannst. Die Beratung ist natürlich kostenlos. Gleich anrufen, online Termin buchen oder persönlichen Beratungstermin vereinbaren!

 

Unsere Beratungszeiten:
Mo, Do:       8:00 – 18:00 Uhr
Di:                8:00 – 16:00 Uhr
Mi, Fr:          8:00 – 12:00 Uhr

 

 

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