Pflegefachassistenz (PFA)

Die spezialist:innen in der Altenpflege

Was macht man in
diesem Beruf?

Du arbeitest auf hohem fachlichen Niveau – mitten im pflegerischen Alltag. Du führst Tätigkeiten eigenständig durch, die weit über die Grundpflege hinausgehen. In der Altenpflege übernimmst du z.B. das Verabreichen von Medikamenten oder das Versorgen von chronischen Wunden. Du bist keine Assistent:in – du bist Spezialist:in für Altenpflege.

Welche Fähigkeiten
brauchst du?

Du solltest verantwortungsbewusst, zuverlässig und ein Teamplayer sein. In deiner Ausbildung lernst du medizinisches Wissen und Sorgfalt, um pflegebedürftigen Menschen umfassend helfen zu können.

Wie lange dauert
die Ausbildung?

Die Ausbildung zur Pflegefachassistenz dauert zwei Jahre und findet an einer Schule für Gesundheits- und Krankenpflege statt. Neben theoretischem Unterricht sammelst du viel praktische Erfahrung, z.B. im Alten- und Pflegeheim oder in der mobilen Pflege.

Deine Rolle
im Team?

Als PFA arbeitest du eng mit der Diplomierten Gesundheits- und Krankenpflege zusammen – und übernimmst dabei viel Verantwortung. Die Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflege planen und führen, du setzt um. Du erkennst Gesundheitsveränderungen, dokumentierst genau und handelst schnell. Fachsozialbetreuer mit Schwerpunkt Altenarbeit kümmern sich stärker um Betreuung, Heimhilfen unterstützen bei einfachen Aufgaben. Du hingegen bist medizinisch geschult, übernimmst Verantwortung und führst viele pflegerische Maßnahmen selbstständig aus.

Wie viel verdienst
du?

Schon beim Einstieg verdienst du rund 3.350,00 € brutto im Monat (Berechnungsbasis 40 Wochenstunden) – mit attraktiven Zulagen für Dienste in der Nacht, an Wochenenden oder Feiertagen. Mit Erfahrung, Weiterbildung und Zusatzqualifikationen kannst du dein Einkommen weiter steigern.

Welche Karrierewege
stehen dir offen?

Wer will, kann zur Diplomierten Gesundheits- und Krankenpflege aufsteigen oder sich in einem Fachbereich wie Wundmanagement oder Palliativpflege spezialisieren. Auch die Leitung einer Wohngruppe im Alten- und Pflegeheim ist möglich.

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FAQ

Such dir eine Schule/einen Lehrgang aus (siehe unten) und melde dich dort an. Auf der Website der Ausbildungsstätte findest du den genauen Aufnahmeprozess und welche Unterlagen du brauchst. Klär mit deinem/deiner AMS-Berater:in, welche Förderungen für dich möglich sind (z.B. das AMS-Pflegestipendium). Wir empfehlen dir, dich in einem Alten- und Pflegeheim zu einem Schnuppertag anzumelden. Manche Ausbildungsstätten verlangen das. Vor allem hilft es dir: Du weißt danach viel besser, ob der Beruf wirklich zu dir passt.

Auf unserer Website findest du bei den jeweiligen Berufsbildern die Ausbildungsstätten – und (wenn vorhanden) auch die nächsten Termine für Informationsveranstaltungen. Wenn keine Termine stehen: Melde dich bei unserem Beratungs-Team – wir sagen dir, wo du als Nächstes hinkannst: 0732 770707.

Wenn du gerade in einem Dienstverhältnis bist, sprich zuerst mit deinen Vorgesetzten über dein Ziel und welche Form der Höherqualifizierung in deiner Einrichtung möglich ist. Frage konkret nach den Möglichkeiten einer innerbetrieblichen Höherqualifizierung (z.B. Karenzierung mit Pflegestipendium des AMS). Das AMS-Pflegestipendium kann relevant sein, wenn du für die Ausbildung karenziert wirst – die Förderung ist grundsätzlich für Personen gedacht, die arbeitslos oder karenziert sind und eine Pflegeausbildung machen.

 

Wenn du derzeit arbeitssuchend bist, wende dich an deine AMS-Beratung. Dort wird geprüft, ob für dich eine Finanzierung über das Pflegestipendium oder über ein Stiftungsmodell (arbeitsplatznah, mit Praxis) in Frage kommt.

Manchmal passt es (noch) nicht – zum Beispiel wegen fehlenden Deutschkenntnissen, fehlenden Unterlagen oder Terminen. Du kannst die Zeit sinnvoll nutzen:

  • Freiwilliges Sozialjahr (FSJ): Du sammelst Praxis im Pflegeheim, bekommst Taschengeld und lernst in Begleitseminaren auch Theorie. Wenn du mindestens 10 Monate durchgehend machst, kann das als Zivildienstersatz anerkannt werden.
  • Zivildienst: Wenn du mindestens 10 Monate durchgehend machst, kann das als Zivildienstersatz anerkannt werden.
  • Quereinstieg als Stützkraft. Wenn das bei dir passt, kannst du über unterstützende Tätigkeiten in den Bereich starten. Alle Infos findest du hier.
  • Vorbereitungslehrgänge der Schulen für Sozialbetreuungsberufe: Für alle, die Deutsch trainieren und sich orientieren wollen. Mit dem Abschluss kannst du ohne Aufnahmeprüfung direkt in eine Ausbildung im Sozial- oder Pflegebereich starten.
  • Vorbereitung via AMS-Maßnahme: Das AMS kann Kurse fördern, z.B. fachsprachliches Deutsch und Vorbereitung auf Pflegeberufe. Dazu gehören z.B. das Programm „migrants care“ (Infos hier) oder die BFI-Fachwerkstätte.

Das kommt auf den Einzelfall an. Rückforderungen gibt es vor allem dann, wenn Leistungen zu Unrecht bezogen wurden – etwa durch falsche Angaben oder weil sich wichtige Voraussetzungen ändern und das nicht gemeldet wird. Deshalb: Bitte nimm vor einem Abbruch unbedingt Kontakt mit dem AMS auf und klär, wie du korrekt vorgehst.

Das hängt davon ab, ob du eine entsprechende Rückzahlungsvereinbarung mit deinem Dienstgeber abgeschlossen hast. Stimme dich jedenfalls mit deinem Dienstgeber ab.

Du lernst unter anderem:

  • Grundsätze der professionellen Pflege
  • Pflegeprozess
  • Beziehungsgestaltung und Kommunikation
  • Grundzüge und Prinzipien der Akut- und Langzeitpflege einschließlich Pflegetechnik
  • Grundzüge und Prinzipien medizinische Diagnostik und Therapie einschließlich medizinische Pflegetechnik
  • Lernbereich Training und Transfer
  • Entwicklung und Sicherung von pflegerischen Maßnahmen
  • Theorie-Praxis-Transfer
  • Mindestalter 17 Jahre
  • Erfolgreiche Absolvierung der 9. Schulstufe oder die Pflichtschulabschluss-Prüfung gemäß Pflichtschulabschluss-Prüfungs-Gesetz (lt. GUKG)
  • Nachweis der gesundheitlichen Eignung und Vertrauenswürdigkeit
  • Umfassender Impfschutz
  • 40-stündiges Schnupperpraktikum
  • Ausreichend Deutschkenntnisse
  • Positives Aufnahmeverfahren
  • Blutabnahme
  • Injektionen verabreichen
  • Wunden versorgen und Bandagen anlegen
  • Mitwirkung bei medizinischer Diagnostik und Therapie
  • Handeln in Notfällen

Ja, diese Möglichkeit besteht. Alle Lehrgänge findest du hier:

 

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Wir sind für dich da – mit Tipps, Antworten und Unterstützung. Damit du genau weißt, welche Möglichkeiten auf dich warten und wie du in die Altenpflege starten kannst. Die Beratung ist natürlich kostenlos. Gleich anrufen, online Termin buchen oder persönlichen Beratungstermin vereinbaren!

 

Unsere Beratungszeiten:
Mo, Do:       8:00 – 18:00 Uhr
Di:                8:00 – 16:00 Uhr
Mi, Fr:          8:00 – 12:00 Uhr

 

 

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