Pflege, die vorausgeht

Roboter Pepper im Pflegeheim Wolfern: Ein neuer Kollege aus Kunststoff

Im Bezirksaltenheim Wolfern sorgt ein neuer Kollege für Aufsehen: Roboter Pepper, 1,20 Meter groß, freundlich, intelligent – und immer zur Stelle. Er erkennt Bewohner, erinnert an Medikamente, motiviert zu Bewegung und sorgt mit Spielen für gute Stimmung – besonders bei Menschen mit Demenz.

 

Kein Roboter ersetzt den Menschen. Aber Technik kann Zeit freimachen, damit Pflegekräfte das tun können, was zählt: für Menschen da sein.

 

Wolfern ist damit eine der ersten Einrichtungen Österreichs, die Servicerobotik sinnvoll im Pflegealltag einsetzt. Die bisherigen Erfahrungen sind vielversprechend: zuverlässig, wartungsarm und einfach zu bedienen. Er bringt nicht nur moderne Technik ins Haus – sondern auch neue Impulse für die Betreuung. Ein Kollege aus Kunststoff, der den Pflegeberuf nicht ersetzt, aber wirksam ergänzt.

 

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Sozialhilfeverbände als Vorreiter bei ELGA

Was früher mit Faxgeräten und dicken Aktenordnern erledigt wurde, läuft in vielen oberösterreichischen Pflegeheimen heute digital. Die Sozialhilfeverbände zählen dabei zu den Pionieren: Seit 2023 sind ihre Einrichtungen an die elektronische Gesundheitsakte (ELGA) angebunden.

 

Das bringt praktische Vorteile. Befunde, Arztbriefe oder Medikamentenpläne sind sofort digital verfügbar, anstatt über Fax oder Papierordner mühsam weitergeleitet zu werden. Pflegekräfte haben damit rascher die Informationen, die sie im Alltag brauchen, und können schneller reagieren – gerade bei älteren Menschen mit mehreren Diagnosen ein wichtiger Punkt.

 

Die Einführung war mit Aufwand verbunden: neue Technik, Schulungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Anpassungen in den Abläufen. Heute zeigt sich, dass dadurch die Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Spitälern und Pflegeheimen einfacher und sicherer geworden ist.

 

ELGA bedeutet in erster Linie mehr Übersicht und weniger Papierarbeit – und das kommt sowohl den Pflegekräften als auch den Bewohnerinnen und Bewohnern zugute.

 

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Weniger Stürze, mehr Sicherheit: Digitale Sensoren retten Zeit und Leben

In mehreren Pflegeheimen der oberösterreichischen Sozialhilfeverbände wird derzeit moderne Sensortechnik erprobt. Digitale Sturzsensoren sollen helfen, Unfälle schneller zu erkennen und die Sicherheit der Bewohnerinnen und Bewohner zu erhöhen. Gute Beispiele dafür sind einige Alten- und Pflegeheime der Sozialhilfeverbände in den Bezirken Grieskirchen,  Eferding, Freistadt, Kirchdorf, Ried im Innkreis und Vöcklabruck, wo diese Sensoren schon zum Einsatz kommen. 

 

Die Geräte registrieren Bewegungen im Raum und schlagen im Ernstfall sofort Alarm – deutlich schneller, als es durch Kontrollgänge möglich wäre. Studien und Praxiserfahrungen zeigen, dass sich die Zahl der Stürze durch solche Systeme deutlich verringern kann. In der Fachliteratur ist von bis zu 70 Prozent weniger Sturzereignissen die Rede, bei gleichzeitig hoher Erkennungsgenauigkeit.

 

Für die Pflegekräfte bedeutet die Technik eine Entlastung: Statt ständiger Routinekontrollen bleibt mehr Zeit für direkte Betreuung. Gleichzeitig können Bewohnerinnen und Bewohner darauf vertrauen, im Notfall rasch Hilfe zu bekommen.

 

Die Sensoren arbeiten ohne Kamerabilder und wahren so die Privatsphäre. Sie nutzen 3D-Infrarottechnologie, werten die Daten direkt am Gerät aus und leiten nur im Alarmfall ein Signal an das Pflegepersonal weiter.

Automatisierte Verblisterung erleichtert den Pflegealltag

In vielen Pflegeheimen verbringen Pflegekräfte jede Woche viele Stunden damit, für jede Bewohnerin und jeden Bewohner die Medikamente händisch in Schachteln einzusortieren: für morgens, mittags, abends – und das für sieben Tage. Der Aufwand ist enorm, konzentrierte Genauigkeit gefragt – und dennoch passieren Fehler. Der Sozialhilfeverband Linz-Land geht - gemeinsam mit dem Unternehmen MEDventuro - einen anderen Weg: Die Medikamente werden vollautomatisch verblistert. Spezielle Maschinen stellen die Arzneimittel zusammen, sortieren sie nach Wochentagen und Tageszeiten – und drucken alle wichtigen Angaben direkt auf die Verpackung.

 

Das bringt gleich mehrere Vorteile. Pflegekräfte sparen wertvolle Zeit, die sie in die Betreuung der Menschen investieren können. Die Fehlerquote sinkt deutlich, da jeder Blister zusätzlich optisch und technisch kontrolliert wird. Auch die Hygiene ist höher, weil die Medikamente einzeln und luftdicht verpackt sind. Zudem wird die Medikamenteneinnahme für die Bewohnerinnen und Bewohner klarer und sicherer – jeder Blisterbeutel zeigt auf einen Blick, was wann einzunehmen ist.

„Social Buddy“ unterstützt in Oberösterreich bei Sozialfragen

In Oberösterreich läuft ein Vorreiterprojekt: der digitale Assistent „Social Buddy“ . Der Chatbot ist rund um die Uhr verfügbar und beantwortet Fragen zu sozialen Leistungen wie Pflegegeld, Haushaltshilfe oder Unterstützungsangeboten für ältere Menschen.

 

Auch in der Altenpflege erweist sich der „Social Buddy“ als praktische Hilfe. Betroffene und Angehörige können schnell klären, welche Leistungen verfügbar sind, welche Ansprüche Pflegebedürftige haben und wie Anträge gestellt werden. So erhalten Angehörige und ihre Familienmitglieder hilfreiche Informationen, ohne dass lange Recherchen nötig sind.

 

Die Informationen liefert der Chatbot in einfacher Sprache und verweist bei Bedarf auf die jeweilige Quelle. Entwickelt wurde das Vorreiterprojekt vom Land Oberösterreich gemeinsam mit der Firma Fivesquare. Es soll zeigen, wie digitale Hilfen die soziale Beratung ergänzen können und künftig auf weitere Bereiche ausgeweitet werden könnten.

 

Hier geht es zum Social Buddy

Erleichterung der Pflegedokumentation durch Spracherkennung mit künstlicher Intelligenz

In mobilen Diensten und Wohneinrichtungen in Oberösterreich hält Sprachsteuerung Einzug in den Pflegealltag. Verantwortlich dafür ist ein Projekt, dass das Diakoniewerk mit dem Berliner Startup VOIZE umsetzt. Statt lange Berichte zu tippen, können Pflege- und Betreuungsprozesse direkt vor Ort eingesprochen werden – die Anwendung wandelt das Gesagte automatisch in die Pflegedokumentation um. 

 

Die künstliche Intelligenz lernt dabei ständig dazu, macht viele Schritte einfacher und unterstützt auch Mitarbeitende, die nicht perfekt Deutsch sprechen.

 

So wird der Schreibaufwand deutlich reduziert, die Dokumentation gelingt schneller und genauer, und es bleibt mehr Zeit für das Wichtigste: die Begleitung und Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner. Erste Rückmeldungen zeigen, dass der Arbeitsalltag spürbar leichter wird und Informationen klarer und sofort verfügbar sind.

Alter, ole ole ole!

Beim Bundesliga-Spitzenspiel LASK gegen Rapid Wien am 30. November 2025 gehörte die große Bühne nicht nur dem Fußball, sondern vor allem der Altenpflege. Gemeinsam mit dem LASK hat ALTER OÖ in der Raiffeisen Arena ein starkes, in Oberösterreich einzigartiges Zeichen für die Pflege gesetzt.

 

Seniorinnen, Senioren und Pflegekräfte begrüßten die Spieler direkt beim Spielertunnel, eine Seniorin eröffnete gemeinsam mit LASK-Kapitän Sascha Horvath das Spiel mit dem Ehrenanstoß. Auf den Werbeflächen in und vor dem Stadion wurde die Altenpflege stark in Szene gesetzt.

 

100 Auszubildende in der Altenpflege wurden vom LASK ins Stadion eingeladen – ein besonderes Dankeschön an junge Menschen, die sich bewusst für diesen Beruf entscheiden.

Unterstützt wurde die Aktion von Landeshauptmann Thomas Stelzer, Wirtschaftslandesrat Wolfgang Hattmannsdorfer und Sozial-Landesrat Christian Dörfel, die damit ein deutliches Signal gesetzt haben: Altenpflege ist unverzichtbar – und sie gehört ins Rampenlicht.

 

Ein großes Dankeschön an den LASK für diese starke Zusammenarbeit!

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